Pressemitteilung: Kletteraktion am Himmelsstürmer klagt Klimakiller RWE an

Weitere Bilder im Flickr-Album.

Kassel, 15.09.2018. Am Samstag Morgen haben sich zwei Kletteraktivist*innen vor dem Hauptbahnhof Kassel am Himmelsstürmer abgeseilt. Mit einem nachgebildeten Baumhaus skandalisieren sie die Räumung des besetzten Hambacher Forsts bei Köln. Dort bekämpft der Energiekonzern RWE zusammen mit der NRW-Landespolitik das Ende der klimaschädlichen Kohleindustrie mit Gewalt. Die Aktivist*innen fordern den sofortigen Stopp der Räumungen sowie einen unmittelbaren Kohleausstieg.

Bereits am Freitag Abend hatten sich knapp 100 Menschen auf dem Königsplatz zu einer Versammlung zusammengefunden. Unter dem Namen HambiBleibt-Asamblea wurden dort unter freiem Himmel zahlreiche Aktionen angestoßen, die den Hambacher Forst in den nächsten Tagen in Kassel direkt sichtbar machen sollen.

Die Wut und Empörung ist den Menschen ins Gesicht geschrieben. „RWE ist mit seiner Braunkohle Klimakiller Nr. 1 in Deutschland. Dieser Konzern arbeitet nicht für, sondern gegen die Gesellschaft“, so die Aktionssprecherin Annika Loppe. „Zehntausende Menschen sind bereit, gegen RWE und für eine lebenswerte Zukunft zu kämpfen“, erklärt sie den Bannerspruch „Respect existence or expect resistance!“. „Wenn der Staat als Erfüllungsgehilfe einer zerstörerischen Industrie handelt, wird Widerstand zur Pflicht. Wer sich den vielfältigen Protesten gegen die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch RWE und die klimapolitisch völlig untätige Bundesregierung anschließen will, hat jetzt alle Möglichkeiten dazu.“

Der Hambacher Forst bei Köln ist seit 2012 mit Baumhäusern besetzt. Nach dem Willen des Energieriesen RWE soll er als einer der letzten Urwälder Deutschlands für die Ausweitung des Braunkohletagebaus Hambach weichen. Dies setzt RWE mit aller polizeilicher Gewalt durch. Über 4000 Bereitschaftspolizist*innen sind mit Räumpanzern unter dem Vorwand des Brandschutzes seit Donnerstag im Einsatz. RWE-Vorstandschef Schmitz und NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) stemmen sich so gegen den unvermeidlichen Kohleausstieg. Mit der Räumung und der anschließend vorgesehenen Rodung des Waldes ab dem 15. Oktober möchten sie in einer Machtdemonstration Fakten schaffen. Sie torpedieren so gezielt die Arbeit der Kohlekommission auf Bundesebene, die bis zum Ende des Jahres den Kohleausstieg beschließen soll.

Interessierte an weiteren Aktionen verschiedener Art
können sich zur Vernetzung per Mail an
klimagerechtigkeit - kassel @ riseup . net wenden.

 

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