Unser Selbstverständnis

Es geht schon länger nicht mehr nur um Eisbären… Wir kämpfen für Menschen. Wir kämpfen für globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit im Zusammenleben der Gesellschaften. Wir kämpfen für eine lebenswerte Umwelt weltweit. Wir kämpfen für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen. Wir kämpfen für Klimagerechtigkeit!

Die derzeitige Lebens- und Wirtschaftsweise in den Industriestaaten beutet weltweit Menschen und Umwelt aus und befeuert damit die Klimakatastrophe. Ressourcenausbeutung, Bodenzerstörung und nicht zuletzt die starke Veränderung des Erdklimas sind menschengemachte, existenzielle ökologische Krisen. Hauptverursacher sind wir im globalen Norden mit unserer wachstumsorientierten Wirtschaft und Politik und unserem Konsumwahn. Hauptleidtragende sind Menschen im globalen Süden, die noch viel härter von den fatalen Auswirkungen, wie unfruchtbaren Böden, Extremwettern und Überflutungen getroffen werden.

Das ist ungerecht! Darum werden wir gemeinsam aktiv. Und zwar dort, wo die zerstörerische Wirtschafts- und Lebensweise auch zuhause ist. Hier, wo wir leben und agieren können, in Kassel.

Mittelfristig wollen wir uns hauptsächlich mit den lokal verknüpfbaren Themen Mobilität (autogerechte Stadt, VW,…), Extraktivismus (K+S, Wintershall,…) und Landwirtschaft vor allem mit eindrücklichen Aktionen beschäftigen. Daneben wird die Unterstützung des Kampfes gegen die Kohle auf Klimacamps, im Hambacher Wald und mit „Ende Gelände“ weiter gehen.

Aktuell ist unser Thema die städtische Mobilität, genauer, das Ende der autogerechten Stadt und eine echte Verkehrswende hin zu einer nachhaltigen Mobilität mit Fahrrad, Fuß und kostenlosem ÖPNV in Kassel. Denn Autos heizen die Klimakatastrophe an, beanspruchen parkend und fahrend unverhältnismäßig viel Raum und verursachen Lärm, Unfälle und giftige Abgase. Die Zurückdrängung des Autoverkehrs und die Priorisierung des Fahrrad- und Fußverkehrs sowie des ÖPNV sind ein notwendiger Schritt hin zu mehr Klimagerechtigkeit.

Im April 2018 deklarierten wir daher vor und am Tag der Erde eigenhändig die Gottschalkstraße durch Aufmalen von Fahrradsymbolen als Fahrradstraße und verpassten der Moritzstraße einen Zebrastreifen. Am selben Wochenende blockierten wir mit Atemschutzmasken und Transparenten für ein klimagerechtes statt autogerechtes Kassel kurzzeitig den Autoverkehr auf der innerstädtische Hauptverkehrsstraße Steinweg.

Zur europäischen Mobilitätswoche im September 2018 bastelten wir „Gehzeuge“ in den Originalabmaßen von Autos und spazierten – diesmal sogar StVO-konform – auf Hauptverkehrsstraßen herum. Damit verdeutlichten wir insbesondere, wie viel Platz Autos in unserer Stadt einnehmen, auf Kosten von Fahrrad, Fußverkehr und anderem lebenswertem städtischem Raum.

Eine chronologische Auflistung unserer Aktionen findet ihr hier.

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