Mit Windkraft für Klimagerechtigkeit – Breite Unterstützerfront für Windkraft in Nordhessen

Pressemitteilung: Kassel, 01.03.2022.

Windenergie ist als erneuerbare Energie der Schlüssel für unsere Zukunft. Um klar zu machen, dass dieser Weg auch in Nordhessen eingeschlagen werden muss, hat sich ein breites Bündnis gebildet, das am 5. März für den Ausbau der Windenergie in Nordhessen auf die Straße geht. Geplant ist eine Fahrraddemonstration, zu der 28 verschiedene Organisationen aufrufen.

„Wer sich der Klimagerechtigkeit und der Einhaltung des 1,5° Ziels verpflichtet fühlt, kann nicht nach dem St. Florians Prinzip reagieren: aber nicht vor meiner Haustür!“, so Willi Kammelter von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Das Einhalten des Pariser Abkommens, zu der sich Regierungen weltweit verpflichtet haben, ist nur mit dem massiven Ausbau von erneuerbarer Energien zu erreichen. Jede Region hat dabei ihre Verantwortung zu tragen und ihren Beitrag zu leisten. Derzeit wird in Hessen erst ungefähr  15% der Primärenergie erneuerbar erzeugt.

Der Treffpunkt zum Start der Fahrrad-Demonstration ist um 14 Uhr auf dem Friedrichsplatz Kassel geplant. Es wird eine Kurzkundgebung vor den Gasprom-Unternehmen Wingas und Astora im Königstor geben. „Wir solidarisieren und mit der Ukraine. Die aktuelle Lage macht aber auch einmal mehr deutlich, dass es die Erneuerbaren und vor allem Wind- und Sonnenenergie sind, mit denen wir uns von Diktatoren aus der ganzen Welt und in diesem Falle ganz besonders Russland unabhängig machen können“ so Jan Peters von Klimagerechtigkeit Kassel. Um 15:30 Uhr findet die Kundgebung beim Windpark Söhrewald statt (zu erreichen von der Haltestelle Kiliansblick aus). 

Für nicht so Fahrradtüchtige wird es regelmäßige  Shuttle-Busse ab 13:30 Uhr von der Bushaltestelle am Parkplatz Auestadion zum Windpark Söhrewald und wieder zurück geben. 

„Der Weg zur Klimaneutralität darf nicht mehr auf später verschoben werden, jede Verzögerung feuert die Klimakrise weiter an“, so Tobias Heymann, Pfarrer der Phillipus Kirche.

Für Lutz Kaschner vom BUND führen die Hinweise auf den immensen Waldverlust mit ökologischen Nachteilen in die Irre: „Klimaschutz ist Waldschutz! Durch die Folgen der Klimakrise wurden in den letzten Jahren 5000 ha des Reinhardswalds zerstört, dem entgegenzustellen sind die 100.000 Tonnen CO2 jährlich, die durch die Windräder eingespart werden könnten“. Um die Menge an CO2, die durch den geplanten Windpark eingespart wird, aufzunehmen, bräuchte es ca. 10.000 ha Wald.  Zudem wird die gerodete Fläche an anderer Stelle wieder aufgeforstet.

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