Anti-Erdgas-Demo am 13.11.

Um auf den Klimakiller Erdgas, gefördert vom Kasseler Unternehmen Wintershall, aufmerksam zu machen, organisieren wir am Samstag, 13.11., von 16 bis 17 Uhr vom Bebelplatz zur Wintershall-Zentrale eine Demo.
Bringt gerne Laternen oder passende Schilder und Banner mit!

Erdgas ist nur ein weiterer fossiler Brenn- und Rohstoff. Wir müssen dringend darauf verzichten, um die globale Erderhitzung in einem erträglichen Maße einzudämmen. Denn über einen Zeitraum von 20 Jahren ist Methan (Hauptbestandteil von Erdgas) 83 mal klimaschädlicher als die gleiche Menge CO2 und damit hochgefährlich für das frühe Überschreiten von Kipppunkten unseres fragilen Klimas.

Gemeinsam fordern wir:

  • keine neuen Pipelines mit all ihren unvermeidlichen Methan-Lecks – Klimawende heißt weg vom Gas
  • Dekarbonisierung statt scheinheiliger Zukunfts-Versprechen von völlig unrealistischen Mengen an riskanter CO2-Speicherung und teurem Wasserstoff
  • Ausstieg aus der Erdgasförderung in Deutschland
  • 100% Erneuerbare Energien im Stromsektor 2030 (keine Gaskraftwerke, erst recht keine neuen!)
  • Erdgasausstieg auch für Heizung & Industrie bis 2035
  • massiver Ausbau grüner Fern- und Nahwärme (Solarthermie, Großwärmepumpen, Saisonspeicher)
  • weltweit keine neuen Lagerstätten ausbeuten: Stopp aller Erdgasexploration

Wintershall nennt sich „Europas führendes unabhängiges Öl- und Gasunternehmen“. Allein in Deutschland betreibt Wintershall 15 Ölfelder, 40 Gasfelder und die Ölbohrplattform Mittelplate im Wattenmeer. Der fossile Konzern will seine weltweite Förderung von Öl und Gas in den kommenden zwei Jahren noch um völlig verantwortungslose 30 Prozent ausdehnen. Der Kasseler Konzern bewirbt massiv die Ausweitung der Förderung und Nutzung von Erdgas als „zuverlässig und klimaschonend“. Ganz als ob es die Klimakrise nicht gäbe, hat Wintershall DEA die klimaschädliche und höchst umstrittene Pipeline North Stream II vorangetrieben. Dieses gezielte Arbeiten für das Scheitern der Klimaschutzanstrengungen muss aufhören!

Wir erklären uns solidarisch mit betroffenen Bürger:innen aus den Öl- und Gasförderregionen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bayern und ziehen gemeinsam mit ihnen vor die Zentrale von Wintershall DEA, um ein „Schluss mit dem klimafeindlichen Business-as-Usual“ zu fordern. Gleichzeitig wollen wir auch Unterschriften gegen dessen aktuell geplanten Gasförderpläne in Bayern sammeln (hier geht’s zur Online-Petition).

Wir stehen auch in Solidarität mit dem Widerstand gegen Wintershalls weltweite Projekte z.B. in Sibirien, Argentinien und Lybien. Dort haben die klima-, umwelt- und gesundheitsfeindlichen Fördermethoden wie Fracking oft verheerende Wirkungen nicht nur auf die globale Erderhitzung. Die vielfältigen Proteste der betroffenen und teils indigenen Dorfgemeinschaften werden noch dazu regelmäßig unterdrückt.

Wir müssen das dreckige Erdgas und die ganze Profitmaximierungslogik auf Kosten von uns allen klar und deutlich in die Schranken weisen. Kommt zur Demo am Samstag, 13.11. um 16 Uhr zum Bebelplatz im Kasseler Westen!

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