Protest gegen Autobahnen wird weitergehen

Hier unsere Pressemitteilung vom 10.12.20 zum Fall des letzten Baumes auf der A49-Trasse im Dannenröder Wald:

Vorgestern ist der letzte Baum auf der Trasse der geplanten Autobahn A 49 im Dannenröder Wald gefällt worden. Die Rodungsarbeiten wurden von einem breiten Protest der Umwelt- und Klimagerechtigkeitsbewegung und Anwohner*innen begleitet. Schon seit einem Jahr harrten Aktivist*innen im Wald aus, um auf die verheerenden Folgen für das lokale Ökosystem (Trinkwasserschutzgebiet) und die Klimakrise aufmerksam zu machen.

Klimagerechtigkeit Kassel (KligK) hat sich im Rahmen der Proteste gegen die Zerstörung eines gesunden Mischwaldes inmitten eines Trinkwasserschutzgebietes und den Bau einer Autobahn beteiligt. „Alles andere als eine drastische Verringerung des Verkehrsaufkommens ist mit dem 1,5 °C-Ziel von Paris nicht vereinbar“ sagt Mara Hinski von KligK. „Neben der Zerstörung, die hier angerichtet wurde, ist der Neubau einer Autobahn das völlig falsche verkehrspolitische Signal!“. Der Verkehrsökologe Udo Becker (TU Dresden) bringt in einem Artikel des FOCUS (15.11.2020) auf den Punkt, dass „mehr Fahrspuren oder gar gänzlich neue Autobahnen langfristig kaum für Entlastung sorgen werden“.

Östlich von Kassel, vorbei an Kaufungen, Helsa und Hessisch Lichtenau, verläuft die Trasse der geplanten Autobahn A44. Für den Bau eines weiteren „Autobahn-Planungsdinosauriers“ müsste eine Schneise durch den gesunden Stiftswald geschlagen werden. KligK spricht sich ausdrücklich gegen diesen Neubau aus. „Autobahnen sind nicht mehr zeitgemäß. Sie sind ökologisch und sozial ungerecht und befeuern die Klimakrise. Ihr habt den Protest im Danni gesehen – die Menschen haben gelernt und werden weitermachen. Brecht die Planung der A44 jetzt ab, wo ihr es noch entspannt könnt!“ macht Juri Nadler die Position von KligK zur A44 deutlich. „Für den Fall, dass die Planung einer nicht mehr zeitgemäßen Autobahn voranschreitet, werden wir auf der geplanten Trasse der A44 aktiv werden.“ Es gebe schon gut eingespielte Netzwerke gegen den Bau der A44. Durch einen Gemeindebeschluss von Kaufungen stehe ein Großteil der lokalen Bevölkerung hinter den Protesten zur A44.

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